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Gynäkologie und spezielle Geburtshilfe


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    Die Abteilung Gynäkologie und spezielle Geburtshilfe und die Klinik für Kinder und Jugendliche mit NeugeborenenIntensivstation arbeiten auf das Engste zusammen. Durch die ständige Anwesenheit eines Geburtshelfers und eines Kinderarztes sind Sie und Ihr Kind sicher bei uns aufgehoben.  Die Klinik für Kinder und Jugendliche mit Neugeborenenintensivstation ist spezialisiert im Bereich Perinatalmedizin.

    Zur Geburtshilfe
  • Die meisten Kinder werden gesund geboren. In der Schwangerschaft können aber auch Fragen und Probleme auftreten.   Die Pränataldiagnostik setzt verschiedene Verfahren ein, um diese speziellen Fragen und Probleme zu klären.

    Ersttrimesterscreening:

    Beim Ersttrimesterscreening erfolgt ein Ultraschall des Kindes und eine Blutabnahme der Mutter. Im Ultraschall wird die sogenannte Nackentransparenz („Nackenfalte“), im mütterlichen Blut der Eiweißstoff „PAPP-A“ und das Schwangerschaftshormon „freies ß-HCG“ bestimmt.
    Im Ultraschall gibt es weitere sogenannte „Softmarker“, die in die Berechnung einfließen können.
    Das Risiko für eine Chromosomenstörung steigt mit dem mütterlichen Alter an. Dieses kann anhand der oben genannten Untersuchungsbefunde neu berechnet werden. Das Risiko einer Chromosomenstörung kann mit dem Ersttrimesterscreening sehr viel genauer abgeschätzt werden.
    Die Untersuchung selbst hat kein Risiko für das Kind oder die Mutter.

    Amniozentese:

    Bei einer Fruchtwasseruntersuchung  (Amniozentese) werden 10 bis 15 ml Fruchtwasser mit einer dünnen Nadel entnommen. Diese Entnahme wird unter Ultraschallkontrolle durchgeführt. Die kindlichen Zellen, die sich im Fruchtwasser finden werden untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung dauert in der Regel 10 Tage. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit eines Schnelltestes, dessen Ergebnis innerhalb von 24 h vorliegt. Mit einer Fruchtwasseruntersuchung können die häufigsten Chromosomenstörungen sicher ausgeschlossen werden.

    Chorionzottenuntersuchung, Cordozentese

    Eine Gewebeentnahme aus dem Mutterkuchen (Chorionzottenuntersuchung) kann sehr früh in der Schwangerschaft durchgeführt werden. Auch mit dieser Untersuchung können die kindlichen Chromosomen bestimmt werden.  

    Die Blutabnahme aus der Nabelschnur (Cordozentese) ist sehr speziellen Situationen vorbehalten.  

    Bei den oben genannten diagnostischen Verfahren wie der aufgeführten Fruchtwasseruntersuchung, der Chorionzottenuntersuchung und der Blutabnahme aus der Nabelschnur gibt es Risiken, die mit der Untersuchung verbunden sind. Hier ist gemeinsam mit uns eine Risikoabwägung notwendig.

    Großer Organultraschall mit modernen, hoch auflösenden Ultraschallgeräten

    Mit dem hochauflösenden Ultraschall lässt sich die kindliche Anatomie darstellen. Es können die Organe des Kindes beurteilt werden. Besonders wichtig ist die Untersuchung des Herzens. Mithilfe einer sogenannten Doppleruntersuchung kann die Durchblutung des Kindes sowie die der Gebärmutter untersucht werden. 
    Trotz sehr viel Erfahrung und hoher Sorgfalt des Untersuchers können im alleinigen Ultraschall nie alle Fehlbildungen ausgeschlossen werden.

    Wie sieht die Behandlung aus?

    Wir sind bemüht, die geplante Untersuchung so angenehm wie möglich für Sie durchzuführen. Einen Termin für die Untersuchungen erhalten Sie im Sekretariat des Chefarztes. Die Terminvergabe geschieht unter Berücksichtigung des optimalen Untersuchungszeitpunktes. Für die Untersuchung müssen Sie Ihren Mutterpass mitbringen.  In einem Gespräch werden der bisherige Schwangerschaftsverlauf und persönliche Risikofaktoren erfragt. Sie erhalten vor der Untersuchung eine Einverständniserklärung, die Sie unterschreiben müssen. Nach der Untersuchung finden Sie eine Karte in Ihrem Mutterpass. Wir möchten Sie bitten, diese nach der Entbindung uns zuzusenden oder bei uns abzugeben.

    Was ist, wenn ein auffälliger Untersuchungsbefund erhoben wird?

    Die meisten Untersuchungen ergeben einen unauffälligen Befund. Sollten wir
    Besonderheiten feststellen, ist es selbstverständlich, dass wir Sie mit diesem Ergebnis nicht alleine lassen. 
     
    Eine individuelle Beratung ist uns sehr wichtig.

  • Die Endoskopie - die „Schlüssellochchirurgie“
    ist eines der Spezialgebiete der Abteilung Der Chefarzt der Abteilung, Dr. med. C. Böing, besitzt das Zertifikat „Minimal-invasive Chirurgie (MIC)“ der Stufe III der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE). Dieses Zertifikat der höchsten Qualifikationsstufe ist  eine 2007 neu eingeführte Bezeichnung. 
     
    Folgende Operationen werden durchgeführt: 

    Bauchspiegelung (Laparoskopie)

    • Gebärmutterentfernung
    • Myomentfernung
    • bei Endometriose
    • bei „Zysten“ am Eierstock 
    • bei Kinderwunsch (Sterilität)  
    • bei Eierstockentzündungen
    • bei Eileiterschwangerschaften
    • bei angeborenen Fehlbildungen der Gebärmutter und der Scheide
    • Sterilisation
    • bei Inkontinenz und Senkungsbeschwerden
    • Entfernung von Lymphknoten entlang der großen Bauchgefäße bei bösartigen Erkrankungen
    • bei Krebserkrankungen der Gebärmutter  

     Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) 

    • diagnostisch
    • Entfernung von gutartigen Veränderungen wie Myome und Polypen (gutartigen Veränderungen in der Gebärmutterhöhle)
    • Entfernen einer angeborenen „Wand“ in der Gebärmutter (Septumresektion)
    • eine „ Endometriumablation“  (tiefe Abtragung der Gebärmutterschleimhaut) bei starken Menstruationsblutungen
    Im Folgenden finden Sie Erläuterungen und Hinweise zu den oben aufgeführten Eingriffen:


    Gebärmutterentfernung mittels Bauchspiegelung (TLH und LASH)

    Eine Gebärmutter kann durch die Scheide, durch einen Bauchschnitt und durch eine Bauchspiegelung entfernt werden. Die Operation durch die Scheide ist einer der besten Wege der Gebärmutterentfernung. Hingegen sollte ein Bauchschnitt in den meisten Fällen vermieden werden. Wir setzen anstelle des Bauchschnittes die Bauchspiegelung zur Gebärmutterentfernung ein. Für diese Art der Gebärmutterentfernung besitzen wir eine über 10jährige Erfahrung.  

    Die Vorteile der Bauchspiegelung gegenüber einer Gebärmutterentfernung durch einen Bauchschnitt sind nachweislich:

    • ein geringerer Blutverlust
    • ein kürzerer Krankenhausaufenthalt
    • weniger Wundheilungsstörungen
    • eine raschere Erholung
    • weniger Narben

    Wir beraten Sie vor einer Operation zu folgenden Fragen:

    • Ist die Wahrscheinlichkeit für eine Blasensenkung oder Inkontinenz nach einer Gebärmutterentfernung erhöht
    • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich meine Beschwerden nach der Operation bessern
    • Ändert sich nach der Operation etwas beim Geschlechtsverkehr
    • Was sind die Vorteile und Nachteile der suprazervikalen Hysterektomie d.h. wenn der Gebärmutterhals erhalten bleibt (LASH). Die Erhaltung des Gebärmutterhalses hat Vorteile und stellt eine sinnvolle Alternative zur vollständigen Gebärmutterentfernung dar. Dennoch ist die Indikation im Einzelfall zu stellen und häufig erwähnte Vorteile der Methode müssen individuell besprochen werden.
    • Treten nach einer Gebärmutterentfernung die Wechseljahre früher ein

    Entfernung gutartiger Knoten der Gebärmutter  (Myomenukleation)

    Eine besondere Leistung der Frauenklinik ist, dass wir fast alle Myome per Bauchspiegelung entfernen können. Aufgrund der besonderen Erfahrungen können wir auch bei großen Myomen und bei einer größeren höheren Anzahl an Myomen diesen Eingriff per Bauchspiegelung anbieten.

    Wir haben eine Myom-Sprechstunde, in der wir Sie gerne u.a. zu folgenden Fragen beraten:

    • Wie lange dauert die Operation
    • Wie lange muss ich nach der Operation im Krankenhaus bleiben
    • Wie lange muss ich mit einer Schwangerschaft nach der Operation warten
    • Welche Risiken hat eine Operation hinsichtlich einer nachfolgenden Schwangerschaft
    • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Myome wieder auftreten
    • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Beschwerden nach der Myomentfernung sich bessern        

    Ist die Myomembolisation eine Alternative?             

    Zusammen mit dem Radiologischen Institut Oberhausen (RIO) bieten wir alternativ zur Bauchspiegelung die Myomembolisation an. Hier werden die zum Myom führenden Gefäße mit einem Katheter aufgesucht. Die Blutversorgung des Myoms wird mit kleinen „Kügelchen“ unterbrochen.

    • Ist diese Methode schmerzhaft
    • Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben
    • Wie sehen die Langzeitergebnisse dieser Methode im Vergleich zur Operation aus
    • Ist eine Hormontherapie oder der Einsatz des „fokussierten Ultraschall“ eine Alternative

    Endometriose

    Bei der Endometriose ist die Operation ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Behandlungskonzeptes. Eine vollständige Entfernung der Endometriose unter gleichzeitiger Bewahrung und Schonung der gesunden Organe im Becken ist eine Operation, die eine besondere Erfahrung erfordert.
    Bei Endometriosezysten legen wir zum Beispiel großen Wert darauf, dass die Zystenwand vollständig entfernt wird. Wird die Zyste nur eröffnet und „elektrisch verödet“ ist das Auftreten von erneuten Zysten wahrscheinlicher. Auch bei besonders schweren Fällen mit Beteiligung von Darm, Scheide und Blase führen wir die Operation in den meisten Fällen endoskopisch durch. Einer besonderen Sorgfalt bedarf eine Operation bei Patientinnen, die bereits wiederholt aufgrund einer Endometriose operiert worden sind.

    Hochfrequenzablation

    Bei der Behandlung von zu starken Monatsblutungen blieb früher oftmals nichts anderes übrig, als die Gebärmutter zu entfernen, wenn die herkömmlichen Behandlungsverfahren nicht den gewünschten Erfolg brachten. Inzwischen gibt es innovative Behandlungsmethoden, die schonender sind und den Erhalt des Organs ermöglichen. Das Goldnetzverfahren ist die modernste und effektivste Methode unter den Endometrium-Ablationsverfahren. Dabei wird über eine Sonde ein Goldnetz in der Gebärmutterhöhle platziert. Dort entfaltet es sich und passt sich genau an deren individuelle Form an. Durch ein Vakuum schmiegt sich die Schleimhaut dicht an das Netz an. In einem zweiten Schritt wird dann die Schleimhaut über einen für jede Patientin individuell ermittelten elektrischen Strom verödet und zwar kontrolliert genau bis zur richtigen Tiefe. So wird patientenindividuell und elektronisch sicher gestellt, dass die blutungsverursachende Gebärmutterschleimhaut komplett verödet wird.Der Ablationsvorgang dauert durchschnittlich ca. 90 Sekunden, der gesamte Eingriff etwa 15 Minuten. Der Eingriff kann je nach Situation stationär oder auch ambulant durchgeführt werden und bietet somit in der Summe seiner Eigenschaften den betroffenen Frauen eine sehr hohe Flexibilität.

    Die Erfolgsquote (Blutungsnormalisierung oder dauerhaftes Ausbleiben der Regelblutung) liegt bei über 98 % der behandelten Frauen. In über 97 % der Fälle kann mit dem Goldnetz eine Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter) vermieden werden und 97 % der mit dem Verfahren behandelten Frauen würden anderen Frauen die gleiche Therapie empfehlen. Die Goldnetz-Methode gilt als sehr sicheres Verfahren und wurde weltweit bereits bei über 1,5 Millionen Patientinnen eingesetzt. Wie bei allen Ablationsmethoden können auch hier nach der Behandlung leichte Krämpfe und Unterleibsbeschwerden auftreten. Jedoch wurde in Studien objektiv bewiesen, dass bei der Goldnetztherapie weniger Schmerzen als mit jeder anderen Ablationsmethode auftreten. Nach dem Eingriff wird die Regelblutung in 98 % der Fälle auf eine leichte Blutung reduziert sein und tritt nach 12 Monaten in 62 % der Fälle gar nicht mehr auf.

    Dr. med. Carsten Böing zur Endometriumablation unter Lokalanästhesie

    Kinderwunsch/Sterilität

    Operationen bei Kinderwunsch bedürfen einer besonderen Sorgfalt und Erfahrung. Eine Operation durch einen endoskopisch erfahrenen Operateur und modernste Gerätetechnik garantiert das bestmögliche Ergebnis. Durch eine Bauchspiegelung können Veränderungen wie Verwachsungen oder Endometriose festgestellt werden. Die Durchgängigkeit der Eileiter kann überprüft werden (Chromopertubation). Durch eine Gebärmutterspiegelung können Besonderheiten in der Gebärmutterhöhle ausgeschlossen werden.

    Während der Operation können vorher vereinbarte therapeutische Schritte durchgeführt werden:

    • Entfernen von Endometriosezysten, Endometrioseabsiedlungen am Bauchfell, der Blase und Darm, ggf. mit Blasen- oder Darmentfernung
    • lösen von Verwachsungen im Bereich der Eierstöcke und der Eileiter
    • Behandlung eines Eileiterverschlussesß: Fimbrioplastik und mikrochirurgische Reanastomosierung  

    Wir beraten Sie über

    • die Vor-/Nachteile der Operationen
    • wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Schwangerschaft eintritt
    • wie hoch ist das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft ist
    • wann sind die Methoden der Reproduktionsmedizin (künstlichen Befruchtung) einer Operation vorzuziehen

    Syndrom der polycystischen Ovarien (PCO)

    Bei polycystischen Ovarien gibt es die Möglichkeit der medikamentösen Therapie. Alternativ kann laparoskopisch ein sogenanntes „ovarian drilling“ durchgeführt werden, bei der die vielen kleinen Zysten „verödet“ werden.

    Eileiterschwangerschaft (EU)

    Bei einer Eileiterschwangerschaft sitzt der Embryo im Eileiter und nicht in der Gebärmutterhöhle. Je nach Situation ist die Erhaltung oder eine Entfernung des Eileiters mittels Bauchspiegelung sinnvoll. Wir beraten Sie hinsichtlich

    • der Wahrscheinlichkeit, dass eine erneute Eileiterschwangerschaft auftreten kann
    • inwieweit die beiden Operationsverfahren „Entfernen oder Erhalt des Eileiters“ sich auf den Eintritt einer späteren Schwangerschaft auswirken können

    Gebärmutterspiegelung (diagnostische und operative Hysteroskopie)

    Die Gebärmutterspiegelung wird routinemäßig bei einer normalen Ausschabung eingesetzt. Mit der Gebärmutterspiegelung können Veränderungen in der Gebärmutterhöhle entdeckt werden (diagnostische Gebärmutterspiegelung / Hysteroskopie).
    Veränderungen in der Gebärmutterhöhle wie Myome (gutartige Muskelknoten) oder Polypen (meist gutartige Schleimhautknoten) können mithilfe der Spiegelung entfernt werden. Dies bezeichnen wir als operative Gebärmutterspielung (Hysteroskopie).  
    Mit der gleichen Technik kann eine Scheidewand in der Gebärmutterhöhle entfernt werden (hysteroskopische Septumresektion).

  • Die Behandlung bösartiger Erkrankungen an der Brust und den weiblichen Organen, wie Gebärmutter, Eierstöcke und Schamlippen ist eines der besonderen Spezialgebiete der Abteilung.

    Es ist uns ein besonderes Anliegen, Patientinnen medizinisch mit den modernsten Therapien und gleichzeitig menschlich zu behandeln.  
    Die Abteilung ist eingebettet in eine interdisziplinäre Versorgungsstruktur, so dass sie eine ideale Voraussetzung für die Versorgung an Krebs erkrankter Patientinnen bietet.

    Der Chefarzt der Klinik besitzt eine spezielle Weiterbildung für die Behandlung dieser Krebsarten (Schwerpunktbezeichung Gynäkologische Onkologie). Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Einen Gesprächstermin erhalten Sie über das Sekretariat (0208/695241).

    Krebserkrankung der Brust (Mammakarzinom)

    Es ist unser Anspruch eine Patientin mit dem Verdacht auf Brustkrebs individuell und persönlich zu behandeln. Daneben ist die Einhaltung alle geforderten Qualitätskriterien für die Versorgung von Brustkrebspatientinnen und die Einbeziehung nationaler und internationaler Leitlinien selbstverständlich.  

    In der Regel werden folgende diagnostische Verfahren eingesetzt:

    • Tastuntersuchungen
    • Ultraschalluntersuchung der Brust (hochauflösende Mammasonographie)
    • Röntgenuntersuchung der Brust (digitale Mammographie in Kooperation mit dem Radiologischen Institutes Oberhausen ( RIO ) im Hause)
    • in bestimmen Fällen die Kernspintomographie der Brust (MRT in Kooperation mit dem Radiologischen Institutes Oberhausen ( RIO ))  

    Wenn eine Gewebeprobe erforderlich ist, können unter Ultraschallkontrolle und in örtlicher Betäubung gezielt kleine Gewebszylinder aus der Brust entnommen (Stanzbiopsie) werden. Dies geschieht unter ambulanten Bedingungen. Sie benötigen keine Vollnarkose.  

    Die Gewebeproben werden in der Praxis für Pathologie am St. Clemens Hospitale untersucht. Durch die räumliche Anbindung der Pathologie am Hause und durch standardisierte Abläufe liegt das Ergebnis einer Gewebeprobe meist innerhalb von 24 Stunden vor.  

    Brustoperationen

    • Eine brusterhaltende Operationstechnik ist in etwa sieben von zehn Fällen möglich. Neben der onkologisch richtigen Operation ist die kosmetisch ansprechende Versorgung der Brustkrebspatientinnen ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
    • Bei Tumoren der Brust ist es wichtig festzustellen, ob sich Absiedelungen der Erkrankungen in den Lymphknoten der Achselhöhle befinden. Durch die Entfernung des sog. Wächterlymphknotens (Sentinel-Lymphknoten) kann oftmals auf die Entfernung der übrigen Lymphknoten der Achselhöhle verzichtet werden. Wird nur der Wächterlymphknoten entfernt, treten meist weniger Nebenwirkungen durch die Operation auf. Die Markierung des Wächterlymphknotens erfolgt in Kooperation mit der Nuklearmedizin des Radiologischen Institutes Oberhausen (RIO).
    • Die Bezeichnung onkoplastische Operation wird immer dann verwendet. wenn neben der größtmöglichen Sicherheit in der Krebsbehandlung das bestmögliche kosmetische Ergebnis erreicht wird. Hier verwenden wir spezielle Operationtechniken.
    • Ist die Entfernung der Brust unumgänglich, so kann diese in der gleichen Operation oder auch später mit körpereigenem Gewebe und/oder mit Prothesen bei uns in der Abteilung wieder aufgebaut (rekonstruiert) werden.
      • Brustaufbau (Rekonstruktion) mit körpereigenem Gewebe 
      • Brustaufbau (Rekonstruktion) mit Prothesen

    Krebserkrankungen des Unterleibes (Genitalkarzinome)

    Bei den Krebserkrankungen des Unterleibes unterscheiden wir folgende Formen:

      • Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
      • Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)
      • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
      • Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom)

    Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

    Bei Verdacht auf Eierstockkrebs kommt der Operation eine wichtige, entscheidende Rolle zu. Der Krebs wird häufig in einem Stadium entdeckt, in dem neben den Eierstöcken auch das Bauchfell und die Lymphknoten entlang der großen Gefäße betroffen sein können. Das oberste Behandlungsziel ist die „vollständige“ Operation, bei der alle sichtbaren Tumoren entfernt werden. Dabei handelt es sich um Operationen, bei denen neben der Gebärmutter und den Eierstöcken große Teile des Bauchfells, der Lymphknoten entlang der großen Bauchgefäße und unter Umständen auch andere Organe entfernt werden müssen.
    Das St. Clemens Hospital hat sich auf diese Eingriffe spezialisiert. Die Behandlungsergebnisse in spezialisierten Zentren mit hoher operativer Erfahrung sind besser als in anderen Einrichtungen. Nach der Operation ist häufig zusätzlich eine Chemotherapie erforderlich, um das operative Behandlungsergebnis abzusichern. Dies kann in unserem Hause ambulant erfolgen.

    Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)

    Gebärmutterkrebs wird meist früh entdeckt, da unregelmäßige Blutungen und erneute Blutungen nach den Wechseljahren ein Frühsymptom darstellen.
    Die Operation ist die Therapie der ersten Wahl. Die Gebärmutter und die Eierstöcke müssen entfernt werden. In Abhängigkeit von der Ausdehnung und dem Tumorverhalten ist in einigen Fällen eine Lymphknotenentfernung entlang der großen Bauchgefäße notwendig.  

    Die Operation bei Gebärmutterkrebs wird klassisch durch einen Bauchschnitt durchgeführt. Das Clemens Hospitale hat sich darauf spezialisiert, diesen Eingriff  in frühen Stadien nicht nur per Bauchschnitt, sondern auch per Bauchspieglung durchzuführen.

    Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Bauchspiegelung gerade bei den früh entdeckten Formen die gleiche Sicherheit bietet. Bei einer Bauchspiegelung sind Wundheilungsstörungen weitaus seltener als bei einem großen Bauchschnitt. Hiervon profitieren insbesondere Patientinnen mit Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Übergewicht.  

    Nach der Operation ist in einigen Fällen zusätzlich eine Strahlenbehandlung über die Scheide (Afterloading) notwendig, um das Behandlungsergebnis am ehemaligen Sitz der Gebärmutter – am Scheidenende- weiter abzusichern.

    Eine Chemotherapie ist den Situationen vorbehalten, in denen Tumorzellen in den Lymphknoten entlang der Bauchschlagader nachgewiesen worden sind.

    Sonderfälle:

    • In besonderen Einzelfällen ist bei Kinderwunsch und sehr frühem Tumorstadium ein zunächst medikamentöser Behandlungsweg möglich.
    • Bei „bösartigen“ Myome, den sogenannten Sarkomen, erstellen wir in Abhängigkeit von der jeweiligen Sarkomform ein individuelles Therapiekonzept.

    Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

    In der Behandlung des Gebärmutterhalskrebs stehen grundsätzlich zwei verschiedene Therapie zur Auswahl: Operation und Strahlen(chemo)therapie. Bei der Entscheidung für die Therapie ist die richtige Einschätzung der Tumorausbreitung sehr wichtig.  

    Die Einschätzung des Tumorstadiums erfolgt auf folgenden diagnostischen Wegen:

    • Die klinische Untersuchung wird bei uns durch einen versierten gynäkologischen Onkologen durchgeführt.
    • Eine Kernspintomographie des Unterleibes (MRT) kann zusätzliche Informationen liefern.
    • Als besondere Leistung führen wir im St. Clemens Hospital bei großen Tumoren eine Bauchspiegelung mit Entfernung der Lymphknoten entlang der Bauchschlagader durch (laparoskopische, paraaortale Staging-Lymphonodektomie). Dadurch können wir bei großen Tumoren feststellen, ob der Tumor sich über die Lymphknoten auf den Bereich der großen Bauchschlagader ausgebreitet hat.

    Operation: Bei der operativen Behandlung des Gebärmutterhalskrebses wird die Gebärmutter zusammen mit den Gebärmutterhaltebändern, einem kleinen Scheidenanteil und den Lymphknoten entfernt. (Operation nach Wertheim).  

    Eine Spezialität am Clemens Hospitale ist, dass diese Operation Nerven schonend durchgeführt wird, so dass die Beeinträchtigung der Blasen- und Enddarmfunktion nach der Operation besonders gering gehalten wird. 

    Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom)

    Bösartige Erkrankungen der Schamlippen sind selten. In den letzten Jahren treten dieses Veränderungen häufiger auf. Gerade bei jüngeren Patientinnen ist eine Zunahme in dem Bereich zwischen Harnröhre und Klitoris zu verzeichnen. Schamlippenkrebs entwickelt sich meist über Vorstufen, so dass eine Früherkennung möglich ist. Beschwerden wie Brennen, Jucken, Schmerzen oder ein tastbarer Knoten können auf eine Veränderung hinweisen.

    Ein bösartiger Tumor wird durch eine Operation entfernt. Die Aussicht auf definitive Heilung ist nach erfolgreicher Operation sehr groß. Im St. Clemens Hospital legen wir besonderen Wert darauf, daß nur soviel von den Schamlippen entfernt wird wie es für die Tumortherapie notwendig ist. Meist können die Schamlippen zum Teil erhalten bleiben. Bei den größeren Tumoren müssen die Lymphknoten in den Leisten entfernt werden. Hier setzen wir in einigen Fällen als Besonderheit die Wächterlymphknotenentfernung – Sentinel-Lymphknotenentfernung ein.

    In einigen Fällen kann das Vulvakarzinom bis an den Enddarm herangewachsen sein. Sitzt der Tumor nahe am Darm besprechen wir zunächst eine Bestrahlung kombiniert mit einer Chemotherapie ein. Bei der sich anschließenden Operation kann meist der Enddarm und damit die Darmfunktion erhalten bleiben.

    Interdisziplinäre Tumorkonferenz

    Die Tumorkonferenz der Frauenklinik findet jeden Donnerstag im Konferenzraum der Radiologie statt. Jeder Krankheitsfall wird individuell und interdisziplinär besprochen. Hierbei werden nationale und internationale Behandlungsempfehlungen (Leitlinien) berücksichtigt. Durch die Kooperation mit anderen Fachabteilungen und mit Kollegen, die in die Versorgung von krebserkrankten Patientinnen einbezogen sind, kann ein individueller und gleichzeitig an den Leitlinien orientierter Behandlungsplan erstellt werden.

    Ambulante Chemotherapie

    Wir führen die meisten Chemotherapien ambulant durch. Diese medikamentöse Therapie ist häufig mit zahlreichen Fragen verbunden. Wir bieten Ihnen hier kompetente Hilfe an.

    Kooperationspartner in der Versorgung:

    • Radiologische Diagnostik

    Fachspezifische bilddiagnostische Verfahren wie digitale Mammographie, stereotaktische Markierung von nicht-tastbaren Veränderungen in der Brust, Präparateradiographie, Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT) werden durch das Radiologie Institut Oberhausen ( RIO ) durchgeführt. Im Rahmen dieser Kooperation werden die Wächterlymphknotendarstellung bei Brustkrebs (Mammakarzinom) und beim Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom) abgebildet.  

    • Strahlentherapie

    Wenn eine Bestrahlung der Brust oder des Unterleibes notwendig ist, so erfolgt dies bei unserem Kooperationspartner für Strahlentherapie.  

    • Physiotherapie und Rehabilitation

    Die Physiotherapie und die Lymphtherapie erfolgen durch das Reha-Zentrum Oberhausen der St. Clemens Hospital ( RZO ).  

    • Sozialdienst und Psychoonkologie

    Im Hause stehen zwei Mitarbeiter zur Verfügung, die die Aufgaben des Sozialdienstes abbilden. Eine intensive Betreuung im psychologischen Bereich erfolgt durch das Seelsorgeteam des St Clemens Hospital.

    • Palliativmedizin und Schmerztherapie

    Das St. Clemens-Hospital hat eine Palliativstation. Hier kann stationär die Behandlung schwerkranker, krebserkrankter Patientinnen erfolgen.  

  • Was sind die typischen Beschwerden?  

    Mit zunehmendem Alter kann der Halteapparat im Bereich des Beckenbodens nachgeben und zu drei häufigen Problemen führen:              

    • Unwillkürlicher Harnabgang – Inkontinenz  

    Hierbei kommt es zu Urinverlust beim Husten, Lachen, körperlicher Anstrengung. Urinverlust kann auch im Zusammenhang mit starkem, nicht kontrollierbarem Harndrang auftreten.                

    • Senkung der Blase, des Darmes oder der Gebärmutter  

    Es besteht ein Druck- oder Fremdkörpergefühl in der Scheide.   Die Blase oder der Darm können sich nur sehr schwer oder unvollständig Entleeren.   Auch das „Vorwölben“ der Blase vor die Scheide oder des Darms vor den After ist möglich.

    • Unfreiwilliger Verlust von Stuhl und Winden    

    Meist sind die Symptome am Anfang noch sehr milde, später können sie an Intensität zunehmen und im Alltag belastend sein.

    Wie können wir Ihnen helfen?

    Die Frauenklinik im St. Clemens Hospital hat sich auf die Behandlung dieser Veränderung spezialisiert. Die Frauenklinik ist als Beratungsstelle für Inkontinenz von der Deutschen Gesellschaft für Inkontinenz zertifiziert.

    Welche Diagnostik ist erforderlich?

    In einem ausführlichen Gespräch werden die Risikofaktoren und die Vorgeschichte mit Ihnen zusammen erhoben. Die normale gynäkologische Untersuchung ist die Basis für die weiteren Untersuchungen. Je nach Befund sind einzelne weitere Untersuchungen wie

    • Urinuntersuchung, Miktionstagebuch, Restharnbestimmung
    • eine Funktionsuntersuchung der Blase und Harnröhre (Urodynamik)
    • ein Ultraschall des Beckenbodens (PFS)
    • eine Blasenspiegelung (Zystoskopie)
    • Röntgenaufnahme des Darmes (Defäkographie)
    • eine Enddarmspiegelung (Rektoskopie)
    • Kernspintomographie des Beckenbodens (MRT) erforderlich.

    Diese Untersuchungen werden ambulant durchgeführt.   Eine Anmeldung zur Spezialsprechstunde kann auf Überweisung durch Ihre(n) Frauenärztin / Frauenarzt erfolgen. Termine erhalten Sie im Sekretariat des Chefarztes: 0208/ 695241  

    Welche Operationsverfahren bieten wir an?

    In den letzten Jahren hat sich im Bereich der Beckenbodenchirurgie viel verändert. Es gibt neben den klassischen auch neue, viel versprechende, innovative Operationsverfahren.  

    Wir informieren Sie über die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden. In vielen Fällen sind die herkömmlichen, klassischen Operationsmethoden weiterhin die Methoden der 1. Wahl.
    In anderen Situationen sind die neuen Methoden nicht mehr wegzudenken, da sie den klassischen Operationen überlegen sind.   In der Frauenklinik am St. Clemens Hospital bieten wir beides an.  

    Bei den neuen Operationsverfahren werden

    • „Bänder“ – bei unwillkürlichen Urinverlust (TVT, TVT-O)
    • „Netze“ – bei einer Senkung des Beckenbodens verwendet (transvaginale Mesh-Applikation/TVM)  

    Die Operationen werden überwiegend durch die Scheide (vaginal) durchgeführt.  Zu den klassischen Operationsverfahren, die wir vaginal durchführen, gehören u.a.

    • die vordere und hintere Kolporraphie
    • die sakrospinale Fixation nach Amreich – Richter    

    Wann ist ein Bauchschnitt erforderlich?

    Generell ist es unsere Philosophie bei allen gynäkologischen Operationen einen Bauchschnitt zu vermeiden, wenn dies sinnvoll und möglich erscheint. So führen wir die meisten Operationen, die nicht durch die Scheide erfolgen mittels Bauchspiegelung durch. 
    Zu den Operationen die durch eine Bauchspiegelung oder einen Bauchschnitt erfolgen, gehören:

    • die Kolposuspension nach Burch
    • der „lateral repair“
    • Sakrokolpopexie, Hysteropexie mit „Interponat“.  

    Die konservative Therapie ist uns sehr wichtig!

    Eine besondere Bedeutung in der Behandlung der Beckenbodenprobleme kommt den konservativen Verfahren zu. Zu den konservativen Therapien gehören:

    • die medikamentöse Therapie
    • die Hormonbehandlung der Scheide
    • das Anpassen von Scheidenpessaren
    • das Beckenbodentraining / spezialisierte Krankengymnastik (Physiotherapie)
    • die Ernährungsberatung  

    Wann ist eine Operation sinnvoll?

    Wir haben ein Stufenkonzept, das alle konservativen und operativen Maßnahmen umfasst.
    Die konservativen Therapiemaßnahmen stehen zunächst im Vordergrund. Sind diese ausgeschöpft oder waren von Ihnen nicht gewünscht, kann eine operative Korrektur geplant werden. Voraussetzung ist, dass die Beschwerden und Veränderungen so stark ausgeprägt sind, dass Sie eine entsprechende Behandlung wünschen.  

    Beckenbodenkonferenz zur Sicherung des Behandlungsziels!

    Die Frauenklinik arbeitet in enger Kooperation mit dem Reha-Zentrum Oberhausen der St. Clemens Hospitale zusammen. Hier werden sie von speziell ausgebildeten Krankengymnastinnen (Physiotherapeuten) angeleitet und betreut. Die enge Vernetzung zwischen Krankengymnastik und uns ist ein wichtiger Garant für die erfolgreiche Behandlung. In der gemeinsamen Beckenbodenkonfererenz können Behandlungsziele und – möglichkeiten besprochen werden. Wir bieten:

    • eine kompetente, medizinische und individuelle Beratung und Behandlung
    • ein Stufenkonzept, das alle konservativen und operativen Maßnahmen umfasst.
    • eine interne Qualitätsicherung
    • ein Netzwerk aus einem spezialisierten Gynäkologen, Koloproktologen, spezialisierten Physiotherapeuten, Radiologen, Ernährungstherapeuten, Internisten und Neurologen.
    • in Zusammenarbeit mit der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie des St. Clemens Hospitals werden die Patientinnen mit  Stuhlentleerungsstörung und –inkontinenz behandelt`
    • Informationsabende für Patientinnen und Ratsuchende
  • RoesgesJennifer Rösges
    Oberärztin
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    BeylinDr. med. Vladimir Beylin
    Oberarzt
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    abd hamidHosam Abd Hamid
    Oberarzt
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