• kko-epz-stc
  • kko-epz-stc3
  • kko-epz-stc2
  • Startseite
  • EndoProthetikZentrum am St. Clemens Hospital Sterkrade

EndoProthetikZentrum am St. Clemens-Hospital Sterkrade

  • Die Versorgung mit Kunstgelenken bei Vorliegen eines Gelenkverschleißes (Arthrose) ist ein weltweit verbreitetes chirurgisches Behandlungsverfahren. Durch den Ersatz von geschädigten Gelenken sollen Schmerzfreiheit, eine Verbesserung der Beweglichkeit und der Lebensqualität bei den betroffenen Patienten erreicht werden. Bei Knochenbrüchen insbesondere im Bereich des Hüftgelenkes geht es vor allem um die rasche Wiederherstellung der Geh- und Belastungsfähigkeit des Verletzten.

    Zertifizierte EndoProthetikZentren sollen nachweislich die Durchführung von qualitätsfördernden Behandlungselementen sicherstellen. Der Zertifizierungsprozess überprüft rund um die Behandlung die Erfüllung der medizinischen Standards unter Einbeziehung aller beteiligten Berufsgruppen. Hierzu gehören: Niedergelassene Orthopäden, Röntgenärzte, Narkoseärzte, Krankengymnasten, Pflegefachkräfte, OP-Pflegefachkräfte, Narkose-Pflegefachkräfte, Sanitätshaus, Sozialdienst und Entlassungsmanagement und das Reha-Zentrum Oberhausen.

    Im Zentrum werden zementfreie und teilzementierte Hüftgelenksprothesen nach aktuellem medizinischen Standard implantiert, außerdem erfolgt das Einsetzen künstlicher Kniegelenke unter Anwendung eines Navigationssystems. Hierdurch soll die Genauigkeit der Implantatposition verbessert werden. Zu den regelhaft durchgeführten Eingriffen gehören auch Wechseloperationen von Hüft- und Knieprothesen. Alle Prothesen werden mit einer digitalen Software geplant.

    Die Versorgung mit Endoprothesen endet am St. Clemens-Hospital nicht mit der Entlassung nach der Operation. Aufgrund des am Haus befindlichen Reha-Zentrums Oberhausen bieten wir den Patienten die Möglichkeit der direkt anschließenden ambulanten Rehabilitation an. Auch während dieser Zeit besteht Kontakt zu den Hauptoperateuren, um den Behandlungserfolg sicherzustellen.

     

  •  Hfte 2 Hfte 3  Hfte3 5 

     

  •  Knie 1 Knie 4  Knie 5 

     

  •  Wechsel 1 Wechsel 2 Wechsel 3 wechsel 4

    Wann und wie?

    Prothesenwechsel erfolgen bei Lockerungen, Materialversagen, Infektionen und Prothesenausbrüchen. Die Indikation zum Prothesen-Wechsel sollte nur nach ausführlicher Diagnostik und Durchsicht aller Befunde von einem erfahrenen Operateur erfolgen. Da der Wechsel der Prothese in der Regel schwieriger ist als die Erstimplantation, bedarf es neben der operativen Erfahrung einer sorgfältigen Planung und Auswahl der geeigneten Revisionsimplantate. Wir führen alle Revisionsoperationen vom Austausch einzelner Komponenten bis hin zum kompletten Austausch der gesamten Prothese in ein- oder zweizeitigem Wechsel durch. Für Wechseloperationen mit Knochendefekten stehen auch sehr lange Schäfte und modernste modulare Systeme nach dem „Baukastenprinzip“ zur Verfügung.
    Bei Infektionsnachweis (in der Regel durch Bakterien) muss die Revision meist zweizeitig durchgeführt werden. In der ersten OP wird das Implantat komplett entfernt, das Knochenlager gereinigt und ein Platzhalter aus antibiotikahaltigem Knochenzement an die Stelle der Prothese implantiert. Nach sicherer Ausheilung der Infektion kann in einem zweiten Eingriff ca. 8- 12 Wochen danach die Revisionsprothese eingesetzt werden.

    Frühmobilisation und Rehabilitation nach Prothesenwechsel

    Die frühzeitige Mobilisation ist das wichtigste Element der Nachbehandlung. Wenn möglich, setzt sich der Patient schon am ersten Tag nach der Operation auf die Bettkante und geht unter Anleitung eines Physiotherapeuten die ersten Schritte. Dazu kommen aktive und passive Bewegungsübungen im Bett, auch unter Einsatz einer sogenannten Motorschiene. Die Krankengymnastik wird während des gesamten stationären Aufenthaltes fortgesetzt. Die Patienten lernen, sicher an Unterarmgehstützen zu gehen und Treppen zu steigen. Die Belastbarkeit der Prothese hängt vom Versorgungstyp ab, bei stabilen Versorgungen ist die Prothese in der Regel sofort voll belastbar, bei komplizierten Wechseln ist unter Umständen eine Entlastung oder Teilbelastung für 6 bis 12 Wochen erforderlich.

    Nach Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgt normalerweise eine mindestens dreiwöchige Anschlussheilbehandlung im Reha Zentrum Oberhausen (RZO) oder in einer geeigneten Rehabilitationsklinik.
  •  Fraktur 1 Fraktur 2 Fraktur 3 Fraktur 5

    Endoprothesen nach Oberschenkelhalsbruch

    Im EndoProthetikZentrum erfolgen auch prothetische Versorgungen von Oberschenkelhalsbrüchen mit Hüft-Teil- oder Total-Endoprothesen.

    Der Oberschenkelhalsbruch gehört zu den häufigsten Knochenbrüchen des höheren Lebensalters, der Anteil beträgt über 50% an den hüftnahen Oberschenkelbrüchen. Es handelt sich, nach wie vor, um eine sehr schwere Verletzung mit hoher Komplikationsquote und Sterblichkeit. Es ist daher wichtig, die Patienten frühzeitig, das heißt innerhalb von maximal 48 Stunden operativ zu versorgen. Durch die prothetische Versorgung wird eine Frühmobilisation mit Vollbelastung überhaupt erst möglich. Hierdurch kann nachweislich die Komplikationsrate und Sterblichkeit gesenkt werden. Durch die frühe Vollbelastung haben die Patienten die Chance, ihre frühere Mobilität zurückzuerlangen. Die Versorgung der Oberschenkelhalsbrüche erfolgt im Rahmen des EPZ und des zertifizierten Zentrums für Alterstraumatologie (ZAT) in Zusammenarbeit mit der geriatrischen Abteilung am St. Clemens Hospital. In die Behandlung eingebunden sind außerdem die anästhesiologische Abteilung, der Sozialdienst, die Physiotherapie, die Ergotherapie. Das gehört zum Konzept der ganzheitlichen Versorgung der oft mehrfach schwer erkrankten Patienten.

    Frühmobilisation und Rehabilitation nach Oberschenkelhalsbruch

    Die frühzeitige Mobilisation ist das wichtigste Element der Nachbehandlung. Wenn möglich, setzt sich der Patient schon am ersten Tag nach der Operation auf die Bettkante und geht unter Anleitung eines Physiotherapeuten die ersten Schritte. Dazu kommen aktive und passive Bewegungsübungen im Bett, auch unter Einsatz einer sogenannten Motorschiene. Die Krankengymnastik wird während des gesamten stationären Aufenthaltes fortgesetzt. Die Patienten lernen, sicher an Unterarmgehstützen zu gehen und Treppen zu steigen. Die Prothese ist in der Regel sofort voll belastbar.Den Patienten wird die Möglichkeit einer hausinternen geriatrischen Frührehabilitation angeboten, außerdem besteht die Möglichkeit nach Entlassung aus der stationären Behandlung eine Weiterbehandlung in der geriatrischen Tagesklinik durchzuführen. Nach Entlassung kann danach zusätzlich noch eine mindestens dreiwöchige Anschlussheilbehandlung im Reha Zentrum Oberhausen (RZO) oder in einer geeigneten Rehabilitationsklinik erfolgen.
  • StrelowÄrztliche Leitung und Hauptoperateur:
    Dr. med. Michael Strelow
    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie

    BerndtZentrumskoordinator und Hauptoperateur:
    Dr. med. Christoph Berndt
    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie

       

    In EndoProthetikZentren werden besondere Anforderungen an die Operateure gestellt, wenn sie die Bezeichnung „Hauptoperateur“ tragen wollen. Damit soll sichergestellt werden, dass nur die Ärzte die endoprothetischen Operationen durchführen, die über eine besondere Fachexpertise verfügen. Die ausgewiesene Fachexpertise ist an festgelegte Kriterien gebunden. So müssen Hauptoperateure Fachärzte einer der folgenden Fachrichtungen sein:

    • Facharzt für Orthopädie
    • Facharzt für Chirurgie mit Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie
    • Facharzt für Chirurgie (alte WBO vor 2003)
    • Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

    Diese Qualifikation der Hauptoperateure muss in einer Überprüfung nachgewiesen werden.

    Ein weiteres Kriterium für die Fachexpertise stellt die durchgeführte Anzahl an endoprothetischen Operationen dar, denn je mehr Erfahrung ein Operateur auf seinem Fachgebiet hat, desto sicherer führt er seine Operationen durch. Jeder Hauptoperateur muss mindestens 50 endoprothetische Versorgungen am Hüft - und/oder Kniegelenk (einschließlich Wechseloperationen) pro Jahr am EndoProthetikZentrum nachweisen und zwar jeweils rückwirkend für die vergangenen zwei Jahre. Der Nachweis erfolgt durch Vorlage der OP – Berichte und wird im Rahmen einer externen Kontrolle überprüft.

 

DruckenE-Mail