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Wann: Donnerstag, 13. September 2018, 08:00 - 20:00

Oberhausener spenden Knochen für Oberhausener

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Knochenbank am St. Marien-Hospital des Katholischen Klinikums Oberhausen von der Bezirksregierung genehmigt

Organspenden sind den meisten Menschen bekannt, aber dass besonders in der operativ-rekonstruktiven Orthopädie und Unfallchirurgie Knochenspenden anderer Patienten verwendet werden, um Knochendefekte aufzufüllen, ist Vielen neu. „Die Nachfrage nach Knochenspenden steigt nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung“, erläutert Dr. med. Rainer Weber, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Leiter des EndoProthetikZentrums St. Marien-Hospital Oberhausen. „Unsere Patienten werden immer älter und müssen an Hüfte oder Knie operiert werden.“  Mit der Genehmigung Knochenmaterial entnehmen zu dürfen, können nun Oberhausener Patienten Knochen spenden. Empfänger für Knochenspenden sind Patienten mit einem großen Verlust an Knochensubstanz bspw. nach einer schweren Verletzung oder einer Knocheninfektion. Auch wenn sich eine Hüftprothese nach vielen Jahren gelockert hat, kann der Knochen durch Gewebe aus der Knochenbank aufgefüllt werden.

Wenn ein Patient sich für eine freiwillige Knochenspende entschieden hat, wird das Knochengewebe in der Regel im Rahmen der Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes und der damit verbundenen Entfernung des Hüftkopfes entnommen, der Hüftkopf wird andernfalls verworfen.

Wenn keine Kontraindikationen vorliegen und sichergestellt ist, dass keine Krankheitserreger wie bspw. Hepatitis oder Aids übertragen werden, wird das Knochengewebe sachgemäß entnommen und gekennzeichnet, steril in spezielle Behälter verpackt und zur Weiterbearbeitung an das entsprechende Unternehmen versendet. Das für uns tätigte Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Unternehmen für Gewebe-Transplantationen. In einem aufwändigen Verfahren zur Herstellung von sterilen und qualitativ hochwertigen Knochentransplantaten wird das Knochengewebe aufbereitet. Ein großer Vorteil der Knochentransplantation im Vergleich zu Organtransplantationen ist, dass es keine Abstoßreaktionen gibt. Am Ende des Prozesses bleibt nur das Gerüst erhalten, bestehend aus Knochenmineral und Kollagen und kann in unterschiedlicher Form (Knochenwürfel, Chips, Puder oder als ganzer Hüftkopf) wiederverwendet werden.

„Das Führen einer eigenen Knochenbank ist uns sehr wichtig“, sagt Dr. Rainer Weber. „Wir kennen jeden Spender persönlich und damit auch die Herkunft des Transplantates“ fährt er fort. „Denn wir können die entnommenen Knochenspenden bei Bedarf bei dem entsprechenden Unternehmen abrufen und so sicherstellen, dass Oberhausener Knochenspenden auch wieder bei unseren Patienten eingesetzt werden.“ Aber nicht nur der Sicherheitsaspekt für den Empfänger spielt eine große Rolle. „Das humane Knochengewebe wird vom Körper viel besser angenommen und hat eine deutlich bessere Qualität als künstliches Material aus Keramik, Metall oder Kunststoff. Zudem ersetzt unser Körper das humane Transplantat im Heilungsverlauf auf natürliche Weise durch neues Knochengewebe.“ Die Möglichkeiten der operativen Versorgung sind somit verbessert.

BU: „Wer bei uns in der Klinik ein künstliches Hüftgelenk erhält kann jetzt seinen Hüftkopf spenden“ freut sich Dr. med. Rainer Weber

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