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Wann: Montag, 5. Februar 2018

Neue Abteilung für Palliativmedizin feierlich am St. Josef-Hospital eröffnet

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Selbstbestimmt leben bis zum Schluss: Die neue Abteilung für Palliativmedizin am Katholischen Klinikum Oberhausen, Standort St. Josef-Hospital, bietet Menschen mit weit fortgeschrittenen und nicht heilbaren Erkrankungen eine spezialisierte stationäre Betreuung. Das Team aus speziell ausgebildeten Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten, Sozialarbeitern und Seelsorgern versorgt die Patienten und ihre Angehörigen in allen medizinischen und psychosozialen Bereichen.

Am 02. Januar startete die neue Abteilung für Palliativmedizin mit 7 Betten unter der ärztlichen Leitung von Dr. Christoph Gerhard. Jetzt wurde die Abteilung im Rahmen eines Festaktes in der Krankenhauskapelle feierlich eröffnet. „Die Palliativstation als weiterer Bestandteil unseres Versorgungskonzeptes für Menschen die einer palliativen Behandlung bedürfen, ergänzt unseren Palliativdienst in den Krankenhäusern, das stationäre Hospiz sowie unsere ambulanten Hospizdienste“ erläuterte Geschäftsführer Michael Boos einleitend. Dem Team der neuen Palliativstation wünschte er „für die nicht leichte Aufgabe alles Gute, viel Kraft und Gottes Segen.“ In der Palliativmedizin geht es vor allem darum, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern, eine weitgehende Linderung der Symptome zu erreichen und ein selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dem niedergelassenen Palliativmediziner und Internist Dr. med. Peter Kaup ist es ein besonderes Anliegen, dass Menschen in ihrer finalen Phase des Lebens Trost und Begleitung erfahren und in Würde Abschied nehmen können. Daher sei die neue Abteilung für die Versorgung schwerstkranker Menschen in Oberhausen eine große Bereicherung.

Nur langsam rückt das Thema Tod und Sterben aus der Tabuzone. Als vor 20 Jahren Dr. med. Boris Hait die Palliativstation des Katharinen Hospitals Unna als eine der ersten in Deutschland gründete, war allein schon das Wort „palliativ“ ein Fremdwort. In seinem Festvortrag berichtete Dr. Hait über diesen „besonderen Ort“, der mit keiner anderen Fachabteilung in einem Krankenhaus zu vergleichen ist. „Denn hier wird weniger nach der Diagnose gefragt, sondern vielmehr, was ist das für ein Mensch, was braucht er und was können wir ihm geben?“. Natürlich sei es keine leichte Aufgabe, der sich das Team gemeinsam jeden Tag stellt. „Wir haben auch keine Antworten auf Fragen wie „warum ich oder warum jetzt?“ Aber was man tun könne, fährt er fort, „ist für unsere Patienten da zu sein, zuzuhören und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.“ Er erinnert sich auch an Ereignisse, an denen die Station, zum Ort der Freude wurde, wie an dem Tag, an dem man im Garten des Krankenhauses einer Patientin den Abschied von ihrem Pferd ermöglichte. „Diese Augenblicke des Glücks, erfüllen auch unser Herz mit Freude.“

Bei der Vorstellung der Station betonte der ärztliche Leiter Dr. med Christoph Gerhard, dass ein ganzheitlicher Therapieansatz, der immer den Menschen als Ganzes sieht und Teamarbeit von größter Bedeutung seien. Daher ergänzt die psychosoziale und seelsorgerische Betreuung der Patienten die medizinische Versorgung. „Es liegt uns am Herzen, die Lebensqualität unserer Patienten zu erhalten oder zu verbessern, die Schmerzen und Symptome zu lindern, aber auch die Selbstbestimmung zu fördern“. Dazu gehört auch, den Patienten und die Angehörigen mit in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen. „Bei der Planung der Palliativstation war es uns besonders wichtig, die Bedürfnisse der Patienten und Angehörigen zu berücksichtigen, so Dr. Gerhard. Die besondere Ausstattung der Zimmer, die in warmen Erdtönen, Bildern mit beruhigenden Naturaufnahmen und Pflanzen gestaltet ist, trägt zur wohnlichen und familiären Atmosphäre der Station bei. Die Station bietet aktuell Platz für 7 Patienten in Einzel- und Zweibettzimmern und wird sukzessive erweitert. Für Angehörige stehen Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

BU (v.l.n.r): Geschäftsführer Michael Boos (KKO), Dr. med. Boris Hait, Ärztlicher Leiter der Palliativstation des Katharinen Hospitals Unna, Dr. med. Christoph Gerhard, Ärztlicher Leiter der Palliativstation KKO, Stationsleitung Susanne Dahmen KKO, Dr. med. Peter Kaup, niedergelassener Palliativmediziner, Pfarrer Thomas Eisenmenger bei der feierlichen Eröffnung der neuen Palliativstation am St. Josef-Hospital

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