Aktuelles

 
Donnerstag, 21. September 2017, 08:00 - 20:00
Praxisunterricht_web.jpg

Die Gesundheits- und Krankenpflege ist eine sehr praxisorientierte Ausbildung, in der die Auszubildenden neben dem Theorieunterricht bereits früh die Arbeitsabläufe auf der Station kennen lernen und unter Anleitung aktiv in der Pflege mitarbeiten. Um die Schülerinnen und Schüler noch besser auf den Berufsalltag vorzubereiten, hat das Katholische Klinikum Oberhausen (KKO) in Kooperation mit dem St. Elisabeth Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe in Dorsten bereits seit 2013 einen zweiwöchigen Praxisblock in den Ausbildungsplan aufgenommen. Vom 18. September bis 2. Oktober 2017 werden insgesamt elf Azubis aus dem 2. Ausbildungsjahr auf den Stationen 11 (Kardiologie), 21 (Geriatrie) und 33 (Innere Medizin) am St. Clemens-Hospital gemeinsam Verantwortung für eigene Patientengruppen übernehmen. Unterstützt werden je zwei Schüler pro Schicht durch eine examinierte Pflegefachkraft oder einen Praxisanleiter, der im Hintergrund die Handlungen begleitet und in akuten Situationen eingreifen oder unterstützen kann. Nicole Großeloser ist Mitarbeiterin der Pflegedirektion und begleitet die Azubis am St. Clemens-Hospital. Sie erklärt: „Durch die Leitung einer eigenen Station sollen die Auszubildenden eigenverantwortliches Handeln üben, ihre Kompetenzen trainieren und lernen, sich selbständig zu organisieren. Neben der Umsetzung von Fachwissen zählen dabei sozial-kommunikative Fähigkeiten wie Empathie-Vermögen, Teamgeist oder Kritikfähigkeit sowie methodische Kompetenzen, Organisationstalent und das Verhalten in Problemsituationen.“

Im Einsatz arbeiten je zwei Schülerinnen und Schüler pro Station und Schicht, die jeweils vier bis sechs Patienten betreuen und somit gemeinsam die Verantwortung über 10-12 Patienten tragen. Ein Austausch sowie gegenseitige Unterstützung unter den Schülern ist erwünscht und soll gleichzeitig die Teamarbeit stärken. Pflegehandlungen oder therapeutische Maßnahmen, die aus rechtlichen Gründen nicht durch Auszubildende ausgeführt werden dürfen, werden nach den festgeschriebenen Vorgaben behandelt und durch berechtigtes Personal vorgenommen. Sollten Patienten ausdrücklich die Pflege durch examiniertes Personal wünschen, wird diesem Wunsch natürlich entsprochen. Bevor die Krankenpflegeschülerinnen und -schüler auf den Stationen zum Einsatz kommen, werden alle relevanten Aspekte im Ablauf eines Arbeitstages detailliert durchgesprochen. Zum Abschluss der Praxiswochen müssen die Schüler ihre Erfahrungen in individuellen Tagesberichten zu Papier bringen und selbst eine Einschätzung abgeben, inwiefern Lernziele erreicht wurden. Anhand der Berichte und Evaluationsbögen wird das Projekt durch die Lehrkräfte ausgewertet. Dieses „Training on the job“ soll den Auszubildenden die Möglichkeit geben, einen realen Einblick in den späteren Berufsalltag zu bekommen und zeigen, wie gut sie auf den Arbeitsalltag vorbereitet sind.

Foto: Stationsleiter Björn Warning (1.v.l.) und Praxisanleiterin Semra Abaci (1.v.r.) begleiten die Schüler Kai Schiemann, Tuba Dogoray und Joschua Herrschaft (v.l.) während ihres Praxiseinsatzes auf der Station 21 des St. Clemens-Hospitals. Foto: KKO

 
/

Zurück