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Mittwoch, 30. August 2017, 08:00 - 20:00
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Verzweiflung, Wut und Angst empfinden Betroffene sehr häufig nach der Diagnose „Krebs“. Die Konfrontation mit der Krankheit bedeutet für Patienten und ihre Angehörigen eine schwere Belastung, die oft auch mit existentiellen Sorgen verbunden ist. Neben der Auseinandersetzung mit den medizinischen Behandlungsmethoden suchen viele Betroffene psychoonkologische Unterstützung, Beratung bei sozialrechtlichen Fragen, Kontakt zu Selbsthilfegruppen etc.

Ab dem 1. September 2017 startet die neue Krebsberatungsstelle am Katholischen Klinikum Oberhausen mit einem umfassenden Informations-Angebot für Krebspatienten. Sie bietet Beratung und Begleitung für Betroffene und Angehörige in allen Phasen der Erkrankung – persönlich und telefonisch. Es besteht auch die Möglichkeit, sich präventiv über Vorsorge und Früherkennung zu informieren. Die Leistungen der Krebsberatungsstelle sind kostenfrei und unab­hängig davon, welche Krebserkrankung vor­liegt.

Die Krankheit kann alles verändern

Auch bei einer optimalen medizinischen Versorgung bleiben viele Fragen offen. Gibt es einen Anspruch auf Lohnfortzahlung? Wo finde ich Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit? Welche sozialrechtlichen Vergünstigungen kann ich beantragen? Etc. „Für uns ist es wichtig, dass wir den Betroffenen eine Perspektive geben. Mit uns können sie über ihre Ängste und Fragen offen sprechen“, erklärt Birgit Langenfeld, Fachärztin für Psychiatrie & Psychoonkologie und Leiterin der Krebsberatungsstelle am St. Marien-Hospital. „An Krebs Erkrankte brauchen mehr als eine gute Medizin. Manchmal genügt es schon einfach nur zuzuhören.“ Bei Bedarf unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krebsberatungsstelle auch beim Ausfüllen von Anträgen z.B. für einen Schwerbehindertenausweis oder für eine Zuzahlungsbefreiung. Das interdisziplinäre Team besteht aus Fachärzten, psy­cho-onkologischen Fachkräften, Sozialberatern und einem Ernährungsbe­rater.

Foto: Das Team der neuen Krebsberatungsstelle (v.l.n.r.): Petra Hallenga (Fachärztin für Allgemein- und Viszeralchirurgie), Jennifer Hennecke (Gesundheits- und Krankenpflegerin), Birgit Langenfeld (Fachärztin für Psychiatrie & Psychoonkologie), Sylvia Sikorra (Sozial- und Pflegeberaterin), Dr. Franz-Josef Schumacher (Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie), Quelle: KKO

 
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