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Allgemein- und Viszeralchirurgie im St. Clemens-Hospital

Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes (Gastrointestinale Chirurgie)

Operationen des Verdauungstraktes

Erkrankung von Gallenblase und Gallenwegen:

Das Gallensteinleiden ist eine der häufigsten operativ behandelten Erkrankungen in Deutschland. Bei auch nur geringen Beschwerden aufgrund von Gallensteinen oder einer Gallenblasenentzündung ist die Operation die Behandlungsmethode der Wahl.

Die geplante Entfernung der Gallenblase erfolgt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie in der Regel (> 95%) minimal invasiv.

Auch akute Entzündungen können sicher und komplikationsarm auf laparoskopischem Wege entfernt werden. Die Operation sollte innerhalb von 72 Stunden nach Diagnosestellung durchgeführt werden.

Steine des Gallengangsystems werden vor einer Operation auf schonenden endoskopischen Weg entfernt.

Die Aufenthaltsdauer beträgt 3-5 Tage. Die Vorbereitung auf den Eingriff kann vorstationär erfolgen.

Refluxkrankheit (Sodbrennen):

Bei der Refluxkrankheit mit Symptomen wie:

  • Schmerzen
  • Sodbrennen
  • Husten, Räuspern, Kratzen im Hals
  • Chronische Bronchitis und Asthma
  • Schluckbeschwerden

stellt der chirurgische Eingriff eine gute Alternative dar. Die chirurgische Therapie ist die einzige Möglichkeit, den funktionsunfähigen unteren Speiseröhrenverschluss wiederherzustellen. Zum Wohle der Patienten wird dieser Eingriff in der Regel minimal-invasiv durchgeführt. Bei der sogenannten laparoskopischen Fundoplikatio wird im Rahmen einer Bauchspiegelung gleichzeitig der bestehende Zwerchfellbruch verschlossen und eine Magenmanschette um die Speiseröhre gelegt. So wird die Funktion des oberen Magenpförtners dauerhaft wiederhergestellt. Eine weitere Medikamenten¬einnahme ist dann in der Regel nicht mehr erforderlich.

Operiert werden sollte:

  • bei größeren Zwerchfellbrüchen
  • bei fortschreitender Erkrankung trotz medikamentöser Therapie
  • bei Patienten die keine Dauermedikation wünschen oder Nebenwirkungen haben
  • bei Komplikationen (Geschwür, Verengung, Barrett-Ösophagus)
  • bei Lungensymptomen (Asthma)

In unserem interdisziplinären "Kompetenzzentrum Bauch" werden Sie nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen umfassend und zeitgemäß betreut.

Appendizitis - „Blinddarmoperation":

Bei Schmerzen im rechten Unterbauch liegt oft eine akute Entzündung des Wurmfortsatzes („ Blinddarmentzündung") vor. Eine operative Entfernung ist dann dringend erforderlich.
Die Operation erfolgt über eine Laparoskopie (minimal-invasiv) oder über kleine Schnitte konventionell. Gerade bei Frauen ist die Laparoskopie vorteilhaft, da auch andere mögliche Erkrankungen an Gebärmutter, Eierstock oder Eileiter unmittelbar erkannt und gleichzeitig interdisziplinär behandelt werden können.
Dringliche Operationen können jederzeit, d.h. 24 Stunden täglich durchgeführt werden.
Der Aufenthalt ist in der Regel nur kurz, ca. 3-5 Tage.

Dickdarmentzündung (Divertikulitis):

Tritt eine Divertikulitis mit Entzündung erstmalig auf, so wird diese konservativ mit Antibiotika, Nahrungskarenz und Schmerz¬medikamenten behandelt. Eine Operation ist primär nicht erforderlich. Im Komplikationsstadium mit Darmdurchbruch oder immer wieder auftretenden Entzündungen und bei Patienten mit Veränderungen des Darmes (z.B. Enge oder beginnender Verschluss ist eine operative Therapie mit Entfernung des betroffenen Darmabschnittes sinnvoll.
Durch die Fortschritte in der Chirurgie wird die geplante Operation, ähnlich wie bei der Gallenblasenentfernung, bei der Mehrzahl der Patienten minimal-invasiv d.h. über eine Bauchspiegelung durchgeführt werden. (Knopflochchirurgie). Dabei wird der betroffene Darmabschnitt entfernt.
Dies bedeutet für den Patienten einen kürzeren stationären Aufenthalt, weniger Narben, weniger Schmerzen und weniger Verwachsungsbeschwerden.
Im Notfall (freier Darmdurchbruch, Bauchfellentzündung, Darmverschluss) besteht immer die Notwendigkeit zur sofortigen Operation. Häufig muss in diesem Fall vorübergehend ein künstlicher Darmausgang angelegt werden, der jedoch nach einiger Zeit wieder zurückverlegt werden kann. Es besteht eine akute Lebensgefahr, so dass gerade bei immer wieder auftretenden Divertikel¬entzündungen rechtzeitig über mögliche geplante Operationen nachgedacht werden sollte.
Andere Komplikationen, wie z. B. der gedeckte Durchbruch werden zunächst wie einEntzündungsschub mit Antibiotika behandelt. Eine minimal-invasive Operation sollte dann geplant entweder frühelektiv innerhalb von 3 - 10 Tagen oder geplant nach 4 - 6 Wochen minimal-invasiv erfolgen.

Chronisch entzündliche Darmerkrankung:

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen treten gelegentlich Komplikationen auf, die operativ behandelt werden müssen.

Wir führen z.B. durch:

  • Bei M. Crohn: operative Behandlung der Komplikationen wie Fistel, Abszessen oder Darmverschluss
  • Bei Colitisulcerosa: komplette Entfernung des Dickdarmes und Enddarmes mit Pouchanlage

Bei diesen Erkrankungen erfolgt im Rahmen des „Bauchzentrums" eine enge interdisziplinäre Abstimmung mit den Spezialisten der Gastroenterologie.

Bauchspeicheldrüsenchirurgie:

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie führt regelmäßig komplexe Operationen an der Bauchspeicheldrüse durch. Die gesetzlichen Vorgaben zur Qualität und Mindestmengen sind erfüllt.

Beispiele:

  • Organerhaltende Operationen bei chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Pseudozystendrainage
  • Resektionen bei Gallengangsstenosen und chronischem Schmerzsyndrom.
  • Radikaloperation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gallengangstumoren (Siehe Tumorchirurgie)
Tumorchirurgie (onkologische Chirurgie)
Die Tumorchirurgie- oder auch onkologische Chirurgie befasst sich mit der operativen Behandlung von bösartigen Tumoren, insbesondere des Verdauungstraktes, aber auch der Weichteile und anderer innerer Organe. In der Behandlung von Tumorerkrankungen kommt der sorgfältigen und sicheren Chirurgie eine besondere Bedeutung zu. Bei vielen Erkrankungen ist eine Heilungnur durch eine Operation möglich. Häufig sind noch weitere Behandlungsschritte notwendig. In der Kombination mit Chemotherapie oder Bestrahlungen vor oder nach Operationen lassen sich die bestmöglichen Behandlungsergebnisse erzielen.

Die tägliche interdisziplinäre Betreuung von Tumorpatienten in Zusammenarbeit mit Spezialisten aus der Gastroenterologie, Onkologie und Palliativmedizin unter einem Dach ermöglicht die Umsetzung von optimalen Behandlungskonzepten. In wöchentlichen zertifizierten fachübergreifenden Tumorkonferenzen werden diese Behandlungskonzepten nach aktuellen internationalen Standards entwickelt. Zur psychologischen Betreuung stehen geschulte Fachkräfte zu Verfügung.

Besondere Erfahrung besteht in der operativen Behandlung von Tumoren des Dick- und Enddarmes, des Magens, der Bauchspeicheldrüse, sowie der Leber. Es werden modernste Operationstechniken und -verfahren eingesetzt. Wichtigstes Behandlungsziel ist die Heilung der Tumorerkrankung. Neben einer sicheren Entfernung des Tumors hat dazu der Erhalt von Organen bzw. Organfunktionen eine besondere Bedeutung.

Ein wichtiges Beispiel dafür ist die Vermeidung von künstlichen Darmausgängen bei Tumoren des Enddarmes (Kontinenzerhalt und Pouchanlage bei Rektumkarzinomen).

Bei großer Erfahrung unserer Operateure und dem Einsatz moderner Operationsverfahren ist ein dauerhafter künstlicher Darmausgang nur äußerst selten notwendig.

Beispiele:
  • Darmkrebs: leitliniengerechter, interdisziplinärer, kombinierter Einsatz von Chemo- -und Strahlentherapie mit der Operation.
  • Magenkrebs: teilweise oder vollständige Entfernung des Magens und Ersatz durch "Hochziehen" des Dünndarms
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs: Komplexe Operation, die viel Erfahrung erfordert Die vorgegebenen Mindestzahlen werden von uns seit Jahren übertroffen.
  • Schilddrüsenkrebs: durch Schnelluntersuchung kann bei verdächtigen Knoten unmittelbar die vollständige Entfernung durchgeführt werden
  • Lebermetastasen: die Entfernung kann Operation gleichzeitig mit einer Darmoperation erfolgen oder auch nach einer Vorbehandlung mit Chemotherapie.

Auch bei nicht heilbaren Erkrankungen verfügen wir über operative Möglichkeiten, welche die Lebensqualität verbessern.
Schilddrüsenchirurgie

Jeder 4. in Deutschland hat Schilddrüsenknoten. Bei kalten Knoten mit Krebsverdacht oder mechanischen Komplikationen sollte eine operative Entfernung erfolgen.. Entscheidend für das Ergebnis ist eine sorgfältige gewebeschonende Operationstechnik. Durch den Einsatz von Hochfrequenzversiegelung, Ultraschallskalpell und Neuromonitoring können wir die größtmögliche Sicherheit dafür bieten, das Stimmbandnerv und Funktion der Nebenschilddrüsen erhalten werden.
Kosmetisch ist der kleine Schnitt von 4-5 cm kaum erkennbar.
Bei sorgfältiger Technik wird in der Regel die Einlage einer Wunddrainage nicht erforderlich.
Ein pathologisches Schnellschnittergebnis (Institut am Hause) liegt bei Tumorverdacht innerhalb von 20 Minuten vor, sodass eine Zweitoperation vermieden werden kann.
In der Operation kann eine intraoperative Sonographie (Ultraschall) durchgeführt werden.

Operationen werden durchgeführt bei:

  • Knotenstruma (Kropf)
  • Kalter Knoten
  • Heißer Knoten (Risiko der Bösartigkeit)
  • Schilddrüsenkarzinomen
  • Rezidivstruma
  • Überfunktion der Nebenschilddrüse (Morbus Basedow, Adenomen)

Bei geeigneten Befunden kann eine minimal invasive Technik eingesetzt werden. Unser Schilddrüsenzentrum am St. Clemens-Hospital ist Mitglied im Deutschen Schilddrüsenzentrum, einer Vereinigung, die verschiedene Schilddrüsenzentren überregional vernetzt. Voraussetzung für die Mitgliedschaft sind die Einhaltung strenger Qualitätsstandards und die regelmäßige Qualitätskontrolle.

Hernienchirurgie

Leistenbrüche, Schenkelbrüche, Narbenbrüche und Nabelbrüche kommen sehr häufig vor. Oft sind ambulante Operationen möglich. Neben einer zuverlässigen und dauerhaften Beseitigung des Bruches müssen ein möglichst geringer Operationsschmerz und ein hoher Patientenkomfort gewährleistet sein.

Wir setzen ausschließlich gesicherte und international anerkannte Operationsverfahren ein.

Normale Aktivitäten sollten bald nach der Operation möglich sein. Um dies zu erreichen, setzen wir schonende minimal-invasive Operationsverfahren (TAPP, IPOM) ein. Oft ist nur durch eine Verstärkung des Körpergewebes durch ein Netz ein dauerhafter Verschluss zu erreichen. Wir verwenden dazu überprüfte äußerst gewebeverträgliche Implantate wie titanbeschichtete Kunststoffnetze.
Je nach Bruchart, Bruchgröße, doppelseitigem Auftreten, Rezidivsituation (Wiederholungs-bruch) Alter und körperlicher Aktivität werden die Operationsverfahren individualisiert angepasst.
Beim Leistenbruch werden Operation nach Shouldice, Operation nach Lichtenstein oder TransabdominellePatchplastik (TAPP) als minimal invasive Technik eingesetzt.

Bruchoperationen können ambulant und stationär durchgeführt werden. Sämtliche Narkoseverfahren wie örtliche Betäubung, Spinalanästhesie und Vollnarkose sind je nach individueller Eignung möglich.

minimal invasive Chirurgie ("Schlüssellochchirurgie")
Minimal-invasive Chirurgie (MIC), auch Schlüssellochchirurgie genannt, bezeichnet operative Eingriffe mit kleinstem Trauma (mit kleinster Verletzung von Haut und Weichteilen).

Schon immer war es Ziel der operativen Behandlung, eine rasche Genesung mit geringen Beschwerden nach der Operation einzuleiten. Zu Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts etablierte sich die laparoskopische Chirurgie zunächst zur operativen Entfernung der Gallenblase, später auch zur Durchführung komplexerer Operationen im Bauchraum. Heute gelten diese Techniken als Standardverfahren in modernen Kliniken.

Kleinere Schnitte und kleinere Verletzungen der Weichteile beim Zugang führen zu geringeren Schmerzen nach der Operation und zu einer rascheren Erholung und Mobilisation. In den letzten Jahren haben sich minimal-invasive Operationstechniken fest etabliert und haben viele konventionelle Operationsverfahren, die über Jahrzehnte als „Goldener Standard" galten, verdrängt.

Zur Durchführung dieser Operationen werden spezielle Kameras und Instrumente über kleine Öffnungen in den Körper eingebracht. Die Klinik verfügt über modernste Videotechnik (HDTV), Ultraschallskalpelle, Hochfrequenzsysteme zur Blutstillung und ein Dokumentationssystem für sichere und schonende Operationen.

Minimal-invasive Techniken werden in allen anerkannten Einsatzbereichen eingesetzt:

  • Leisten- und Narbenbrüche
  • Entfernung der Gallenblase
  • Entfernung des Wurmfortsatzes(„Blinddarm")
  • Diagnostische Bauchspiegelung (Laparoskopie)
  • Refluxkrankheit und Zwerchfellbrüche
  • Dickdarm und Enddarmentfernung bei Entzündung und Tumoren
  • Schilddrüsenerkrankungen
Gefäßchirurgie
  • Varizenchirugie
  • Halsschlagaderchirurgie
  • Bypasschirurgie
  • Diabetische Fußchirurgie
  • Aortenchirurgie
  • Unser Leistungsspektrum in der Gefäßchirurgieumfasst die Therapie von
1. Venenerkrankungen, z.B. Varikosis (Krampfadern)
Erkrankungen des Venensystems sind eine typische Zivilisationskrankheit. Ca. 10 Mio. Menschen in Deutschland sind betroffen. Unter Anwendung von modernen Diagnoseverfahren wie Sonographie und Röntgen werden individuell maßge¬schneiderte Therapien angeboten. Hier ist neben der videoendoskopischen und konventionellen Varizenchirurgie auch die Verödungstherapie zur Optimierung als ästhetischer Aspekt in unserer Behandlungsauswahl vorhanden.
2. Karotis-Chirurgie (Halsschlagader)
Diese Arterien sind zuständig für die Zufuhr von Blut ins Gehirn. Durch eine Ein¬engung bzw. Verschluss kann ein Hirnfunktionsausfall wie z.B. Schlaganfall entstehen. Zur Vermeidung von solchen Komplikationen ist eine rechtzeitige Untersuchung durch Ultraschall oder Kernspin (MR) erforderlich. Hier wird die gesamte Palette der Therapie durch Gefäßausschaltung bzw. Stenting in Zusammenarbeit mit R.I.0. (Radiologie Institut Oberhausen) angeboten.
3. Therapie der Extremitätenarterie (Schlagader), periphere arterielle Ver-schlusskrankheit (pAVK)
Die Entstehung der Schaufensterkrankheit mit entsprechender Symptomatik re¬sultiert durch Einengung bzw. Verschluss der Zufuhrschlagader der unteren Ex¬tremitäten. Durch modernste diagnostische Verfahren wie Ultraschall und Magnetresonanz kann die Erkrankung rechtzeitig entdeckt werden. Ziel der Behand¬lungsstrategie ist die Erhaltung der Extremitätenund umfasst sowohl die Bypass¬chirurgie als auch die Katheterdilatation und die Stenteinlage.
4. Diabetisches Fußsyndrom
Ca. 9 Mio. Menschen in Deutschland leiden an Diabetes mellitus (Zuckerkrank¬heit). Krankhafte Veränderungen an den Nerven sowie am Gefäßsystem werden unter dem Begriff "diabetisches Fußsyndrom" zusammengefasst. Die Hauptauf¬gabe der medizinischen Therapie ist die Beinerhaltung und Vermeidung von Fu߬bzw. Beinamputationen. Durch korrekte Diagnosestellung und differenzierte ge¬zielte Behandlung dieser Erkrankung sind gute Langzeitprognosen zu erreichen.
Wir bieten eine ambulante Fußsprechstunde sowie eine kompetente stationäre Einrichtung mit über 20 Jahren Erfahrung.
Enddarmchirurgie (Proktologie)

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie erkennt und behandelt alle gutartigen und bösartigen Erkrankungen des Kolons, Rektums und Anus inkl. Fehlbildungen, Funktionsstörungen und Folgezustände aus vorangegangenen Verletzungen oder Operationen. Die Therapie beinhaltet den gesamten konservativen und operativen Bereich. So erhalten Sie die geeignete, d.h. dem Stadium der Erkrankung angepasste Behandlung, und insbesondere moderne Staplreverfahren.

Diagnostik:

Schmerzfreie Endoskopie (Rektoskopie, Proktoskopie)

Konservative Behandlung von:

  • Hämorrhoiden wie Verödung, Gummibandligatur
  • Fissuren

Proktologische Operationen bei:

  • Abszess
  • Fistel
  • Fissuren
  • StadiengerechteHämorrhoidentherapie: von der Verödung über die konventionelle Operation bis zur modernen Staplerhämorrhoidopexie (Longo-Operation)
  • Transanale Resektion von Polypen (Vollwandresektion)
  • Beseitigung eines Darmvorfalles (transanale Staplerresektion, STARR-Operation)

Die meisten Behandlungen können sowohl ambulant als auch kurzstationär durchgeführt werden.

Notfallchirurgie (24h-Operationsbereitschaft)

Notfallchirurgie

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie sichert täglich über 24 Stunden eine Versorgung von chirurgischen Notfällen.
Für die operative Versorgung stehen jederzeit zwei Fachärzte für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie zur Verfügung. Damit ist stets eine hochqualifizierte Versorgung gesichert bei z.B.:

  • Blinddarmentzündung
  • Akute Gallenblasenentzündung
  • Eingeklemmter Leisten-, Schenkel- oder Narbenbrüche
  • Abszessoperationen
  • Magendurchbruch
  • Darmverschluss
  • Darmdurchbruch bei z.B. Divertikelentzündung
  • Akuter Gefäßverschluss
Pankreaschirurgie
Bauchspeicheldrüsenchirurgie:

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie führt regelmäßig komplexe Operationen an der Bauchspeicheldrüse durch. Die gesetzlichen Vorgaben zur Qualität und Mindestmengen sind erfüllt.

Beispiele:

  • Organerhaltende Operationen bei chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Pseudozystendrainage
  • Resektionen bei Gallengangsstenosen und chronischem Schmerzsyndrom.
  • Radikaloperation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gallengangstumoren (Siehe Tumorchirurgie)
Bauchspeicheldrüsenkrebs:

Bösartige Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse nehmen in den letzten Jahren in der Bevölkerung zu. Es finden sich oft nur wenige Symptome wie eine schmerzlose Gelbsucht.

Nur bei früher Diagnosestellung kommt eine Behandlung rechtzeitig. Gemeinsam mit der Klinik für Innere Medizin verfügen wir über die notwendigen speziellen Untersuchungsmethoden (ERCP, Endosonographie)

Eine Heilung kann nur durch eine Radikaloperation erreicht werden. Es ist hierbei komplexe Operationen, die viel Erfahrung erfordern. Die vorgegebenen Mindestzahlen werden von uns seit Jahren übertroffen. Wir setzen unter anderen auch die organerhaltende Resektion mit Erhalt des Magens ein.

Fast-Track-Chirurgie

Unter Fast-Track-Chirurgie (englisch, sinngemäß etwa „Schnellspur“-Chirurgie), auch als Fast-Track-Rehabilitation bezeichnet, versteht man ein komplexes therapeutisches Konzept. Es zielt durch die Anwendung gesicherter Behandlungsmaßnahmen darauf ab, allgemeine Komplikationen nach operativen Eingriffen zu vermeiden. Ziel dieser Behandlungsmaßnahmen ist es, die Rekonvaleszenz der Patienten zu beschleunigen, die durch das operative Trauma gestörte Homöostase wiederherzustellen und die Autonomie der Patienten zu erhalten. Ein Bestandteil der Fast-Track-Rehabilitation ist die rasche postoperative Mobilisation der Patienten noch am Operationstag. Aufgrund der rascheren Genesung ist eine erheblich verkürzte Liegedauer im Krankenhaus nach einer Operation möglich.

Ende der 1990er Jahre entwickelte Prof. Kehlet aus Kopenhagen/Dänemark eine Therapie nach Operationen im Bauchraum.

In enger Abstimmung haben die Chefärzte der Chirurgie, Dr. med. Döhrmann, und der Anästhesie, Dr. med. Kahl, durch eine Reihe von perioperativer Maßnahmen wie die Auswahl schonender Operationsverfahren, angepasste Anästhesie und Physiotherapie die Verringerung der allgemeinen Risiken und eine schnellere Erholung erreichen können:

  • Präoperatives motivierendes Gespräch mit Betonung der aktiven Rolle des Patienten bei der Genesung
  • Bereits präoperative Anlage eines Schmerzkatheters (Periduralkatheter) und vorbeugende medikamentöse Schmerztherapie
  • Wegfall der präoperativen Darmspülung
  • Verkürzung der präoperativen Nüchternheit
  • Möglichst Anwendung laparoskopischer Operationsverfahren oder quere Bauchschnitte
  • minimale Substitution (Infusionen) während der Operation
  • früheste postoperative Mobilisation
  • frühzeitiger Kostaufbau und Vermeidung einer parenteralen Ernährung

Gerade bei großen Operationen im Bauchraum, wie Darmoperationen bei Tumoren oder Entzündungen zeigt diese Methode große Vorteile. Vor einer geplanten Operation wird auf belastende Abführmaßnahmen weitgehend verzichtet, bis kurz vor der Operation darf Tee getrunken werden. Während man früher im Bett lag und mehrere Tage lang weder Essen noch Trinken durfte, so erfolgt heute bereits ab dem Operationstag die Mobilisation mit Hilfe der Krankengymnasten. Ohne Magensonde ist das Trinken sofort erlaubt. Ohne die vermeintliche Schonung lassen sich die Komplikationsraten deutlich senken. Hierdurch wird der Heilungsverlauf deutlich verkürzt.

Leitung

Dr. med. Axel Döhrmann

Chefarzt
Leiter Darmkrebszentrum
Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie

Anschrift

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
im St. Clemens-Hospital
Wilhelmstr. 34
46145 Oberhausen

Sekretariat

Bernadette Hauschild
Telefon: 0208 695-300
Telefax: 0208 695-5209
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ambulanz: 0208 695-245
Station 14: 0208 695-371
Station 23: 0208 695-266

Sprechstunden
Allgemeine Sprechstunden
Montag - Freitag 8:00 - 17:30
Endokrine Sprechstunde
Montag 13:00 - 16:30

Gefäßsprechstunde:
Montag 09:00 - 12:00
Donnerstag 09:00 - 12:00

Fußsprechstunde
Dienstag 9:00 - 12:00

Proktologische Sprechstunde
Donnerstag 13:00 - 16:30

Zusätzliche Termine nach Vereinbarung.
Notfallambulanz täglich 24 Stunden geöffnet.

Flyer

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